11 Tipps für eine unbeschwerte London-Reise

Hilfreiche Tipps für den ersten Trip nach London

    London ist zwar schon seit Jahrzehnten eines der beliebtesten und berühmtesten Reiseziele, trotzdem gibt es immer noch typische Fehler, die Reisende bei ihrem ersten London-Besuch machen. Auch wenn diese meistens harmlos sind, können sie schnell dazu führen, dass man das Reisebudget unnötig strapaziert oder kostbare Urlaubszeit verschwendet.

    Damit ihr das Beste aus eurer Reise in die Hauptstadt Englands herausholen könnt, haben wir einige typische „Anfängerfehler“ beim Besuch der faszinierenden Metropole zusammengetragen. So seid ihr hervorragend für euren ersten Trip nach London gewappnet und wisst, was euch vor Ort erwartet. Wenn ihr diese typischen Fehler vermeidet, steht einem unvergesslichen und unbeschwerten Aufenthalt nichts mehr im Wege.

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    Das öffentliche Transportsystem nicht optimal nutzen

    Besorgt euch eine Oyster Card – sie macht das Leben so viel einfacher

    London besitzt ein eindrucksvolles öffentliches Verkehrsnetz, das aus einer Kombination aus der berühmten U-Bahn, Bussen, River Busses, Straßenbahnen und Zügen besteht. Bei einigen dieser Verkehrsmittel dauert es eine Weile, bis man sie versteht, aber der Rechercheaufwand lohnt sich, denn ihr werdet feststellen, dass ihr damit günstig und relativ bequem von einem Ende der Stadt zum anderen gelangen könnt. Noch einfacher und komfortabler gestaltet sich dies mit einer Oyster Card, denn bei Nutzung dieser Karte werden Zahlungen für all die verschiedenen Transportoptionen automatisch verarbeitet. Auf diese Weise könnt ihr euch lange Warteschlangen an Fahrkartenautomaten und das Herumhantieren mit Kleingeld ersparen.

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    Gehdistanzen unterschätzen

    Packt bequeme Schuhe ein

    London ist riesig. Das ist für euch wahrscheinlich nichts Neues. Überraschend viele Menschen unterschätzen jedoch, wie groß alleine das Zentrum von London wirklich ist. Zwischen der St.-Pauls-Kathedrale und Big Ben sind es nur ein paar Stationen mit der U-Bahn. Warum also Zeit verschwenden und sich zur U-Bahn-Haltestelle begeben, wenn die Fahrt mit der U-Bahn sowieso nur drei Minuten dauert? Da kann man doch genauso gut zu Fuß gehen, oder? Nein. Es handelt sich hier um eine Strecke von etwa drei Kilometern, für die ihr zu Fuß 30 oder 40 Minuten benötigt. Das ist ziemlich anstrengend. Spart euch die Energie lieber für Museumsbesuche und andere Attraktionen. Wer im Urlaub lieber kurze Strecken laufen möchte, sollte eine Unterkunft im Stadtzentrum von London wählen, so habt ihr kurze Wege zu den wichtigsten Attraktionen.

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    Ein Taxi vom Flughafen zum Hotel nehmen

    Nehmt stattdessen den Heathrow Express

    Ihr seid soeben in London gelandet. Ihr seid müde und möchtet so schnell wie möglich zu eurem Hotel, um euch frisch zu machen oder euch vielleicht ein Stündchen auszuruhen. Wenn man einen Stand mit den berühmten schwarzen Taxis betrachtet, kann man sich leicht vorstellen, warum so viele Menschen es für eine gute Idee halten, sich ein Taxi zu nehmen. Ihnen ist nicht bewusst, dass sich die Londoner Flughäfen an den äußersten Rändern der Stadt befinden, weit vom Stadtzentrum Londons entfernt. Diese „komfortable“ Taxifahrt kostet euch wahrscheinlich um die 200 £ – Geld, das ihr lieber für eindrucksvollere Erlebnisse ausgeben solltet als eine einstündige Plauderei mit einem gesprächigen Taxifahrer. Nehmt stattdessen den Heathrow Express zum Bahnhof Paddington. Die Fahrt dauert nur 15 Minuten, und von dort aus ist eine Taxifahrt zu eurem Hotel deutlich günstiger.

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    Die Temperatur unterschätzen

    Packt Kleidung für jedes Wetter ein

    Das allgemeine Klischee über das englische Wetter besagt, dass es grau ist und permanent regnet. Nur wenige Menschen sind auf die Kälte im Winter und die Hitze im Sommer vorbereitet. Ihr müsst euch nicht gerade für arktische Temperaturen ausstatten oder einen Badeanzug mitnehmen, aber eine gute Vorbereitung lohnt sich, egal, zu welcher Jahreszeit ihr reist. Am besten eignet sich der Zwiebellook, sodass ihr bei heißeren Temperaturen Kleidungsschichten ausziehen und bei kälteren Temperaturen weitere Kleidungsschichten anziehen könnt. Achtet einfach darauf, dass die oberste Schicht wasserdicht ist. Das Klischee existiert nämlich aus gutem Grund …

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    Das gastronomische Angebot unterschätzen

    Freut euch auf kulinarische Erlebnisse

    Das englische Essen ist schrecklich, nicht wahr? Falsch. London entwickelt sich immer mehr zu einem der besten Orte für eine raffinierte, unkonventionelle Küche und kann mit anderen Feinschmeckerparadiesen wie Lyon und Bologna durchaus mithalten. London ist eine multikulturelle Stadt mit einer pulsierenden Gastronomieszene, die von Einflüssen aus der ganzen Welt inspiriert wird. Kostengünstige, lokale Spezialitäten gibt es in der Gegend rund um den Spitalfields Market. Wenn es eher eine gehobene Küche in einer eleganten Umgebung sein soll, seid ihr in Mayfair genau richtig. Eine extravagante, von asiatischen Einflüssen geprägte moderne Küche ist in Soho zu finden. Und die Liste geht noch weiter!

    • Essen
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    Ein Hotel in Zone 6 buchen, um Geld zu sparen

    Eine Unterkunft außerhalb des Zentrums von London ist Sparen am falschen Ende

    Wenn euch für eure London-Reise nur ein knappes Budget zur Verfügung steht, werdet ihr vielleicht enttäuscht sein, dass es im Stadtzentrum nicht allzu viele preisgünstige Unterkünfte gibt, die nur wenige Gehminuten von den Top-Attraktionen entfernt sind. Da ist die Versuchung groß, eine Unterkunft außerhalb der Stadt zu buchen. Doch ihr werdet wahrscheinlich feststellen, dass die tägliche Fahrt ins Stadtzentrum von London und zurück mehr kostet als das Geld, das ihr durch die Buchung des günstigeren Hotels gespart habt. Und was noch wichtiger ist: Sie kostet euch jeden Tag eine Menge Zeit – eine noch wertvollere und unersetzliche Ressource. Und auch zentrumsnah könnt ihr günstige Hotels in London finden.

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    Die Größe von Museen unterschätzen

    Plant viel Zeit für die Besichtigung ein

    In London befinden sich einige der größten und besten Museen der Welt. Insbesondere das British Museum besitzt eine eindrucksvolle Sammlung von etwa acht Millionen Exponaten. Viele Museumsbesucher verbringen viel Zeit in den ersten Galerien. Dabei lesen sie sich jede Informationstafel vollständig durch und bewundern jedes einzelne Exponat. Dann stellen sie fest, dass schon der halbe Tag vorbei ist, die Füße langsam müde werden und es noch drei oder vier weitere Galerien zu besichtigen gibt, ganz zu schweigen von den anderen Museen. Zum Glück ist in den meisten Museen Londons der Eintritt kostenlos, sodass ihr für die Besichtigung mehrere Tage und nicht nur ein paar Stunden einplanen könnt.

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    In Pubs eine Bedienung am Tisch erwarten

    Da könnt ihr lange warten!

    Wenn ihr in ein Restaurant oder Café geht, setzt ihr euch normalerweise an einen Tisch und wartet darauf, dass ein Servicemitarbeiter erscheint und eure Bestellung aufnimmt. Wenn ihr schon eine Weile wartet, reicht ein Handzeichen in die richtige Richtung aus, um den Mitarbeiter an euren Tisch zu holen. In englischen Pubs ist das anders. Daher ist es kein ungewöhnlicher Anblick, dass Besucher an ihrem Tisch warten und verzweifelt dem Pub-Inhaber winken, aber trotzdem bis zum Schließen des Pubs durstig bleiben. In einem Pub müsst ihr euch zur Theke begeben und dort eure Speisen und Getränke bestellen. So ungewöhnlich es auch erscheinen mag – dies ist die einzige Möglichkeit, eine Bestellung aufzugeben.

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    Nur die beliebtesten Sehenswürdigkeiten besichtigen

    Es gibt noch so viel mehr zu sehen

    Das Tolle an London ist, dass es dort wirklich an jeder Ecke etwas zu sehen gibt. Sogar ziemlich berühmte Sehenswürdigkeiten sind mitunter an überraschend unauffälligen Orten versteckt. Tatsache ist, dass die Stadt mehr zu bieten hat als den Tower of London, Big Ben, The Shard, die St.-Pauls-Kathedrale und das London Eye. Natürlich möchtet ihr auch diese wichtigen Attraktionen auf eurer Liste abhaken, aber ihr solltet auch etwas Zeit einplanen, um die typischen Touristengegenden hinter euch zu lassen und die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Schlendert einfach ein wenig durch die Straßen, probiert die kleinen lokalen Restaurants aus und genießt die faszinierende Atmosphäre Londons. Ihr werdet es nicht bereuen.

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    Nicht im Voraus planen

    Bucht eure Theaterkarten im Voraus

    Eine gute Planung ist die halbe Miete – vor allem, wenn es um bestimmte Attraktionen in London geht. Das West End ist für seine Theater und beliebten Musicals bekannt, doch die Veranstaltungen sind oftmals schon Tage im Voraus ausverkauft. Auch das London Eye verfügt nur über eine begrenzte Kapazität, sodass ihr möglicherweise entweder stundenlang in der Warteschlange steht oder sogar ganz auf einen Besuch verzichten müsst, wenn ihr nicht im Voraus bucht. Um eure Zeit in London optimal zu nutzen, solltet ihr euren Aufenthalt detailliert planen, um sicherzustellen, dass ihr bequem von einem Ort zum anderen gelangt und eure Tickets vor eurer Ankunft bezahlt sind und bereitliegen. Und das Beste ist: Für Buchungen im Voraus gelten oftmals erhebliche Ermäßigungen.

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    Die Wirkung des englischen Bieres unterschätzen

    Es wird euch heimlich zu Kopfe steigen

    Nachdem ihr herausgefunden habt, dass ihr in englischen Pubs nicht am Tisch bedient werdet, wartet schon die nächste Überraschung auf euch: Viele Besucher, die zum ersten Mal in London sind, unterschätzen die Wirkung des englischen Bieres. Dieses Bier gibt es in unterschiedlichen Sorten und Geschmacksrichtungen, von Pale Ales bis Bitters. Ein lokaler Favorit ist das London Pride, das ziemlich süß und frisch schmeckt. Es enthält bis zu 4,7 Prozent Alkohol und ist damit ein ziemlich schweres Bier. Die meisten britischen Biere steigen heimlich zu Kopfe – es ist gut möglich, dass ihr erst beim dritten Pint plötzlich feststellt, dass ihr betrunken werdet. Selbst wenn ihr am Anfang nichts merkt, solltet ihr es langsam und mit Bedacht genießen. Da empfiehlt es sich ein Hotel mit Frühstück zu buchen, um gut in den Morgen zu starten. 

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    Ben Reeves | Reiseenthusiast

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