10 Tipps für einen perfekten Tag in Granada

Wofür ist Granada bekannt?

    Granada ist ein Schmelztiegel der Kulturen, in dem es viele faszinierende Zeugnisse der maurischen Vergangenheit Spaniens zu entdecken gibt. Die Stadt war Hauptstadt des Sultanats der Naṣriden, das zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert weite Teile der iberischen Halbinsel beherrschte. 

    Aufgrund der kulturellen Vielfalt aus Arabern, Berbern, Christen und Juden gibt es in Granada das ganze Jahr über jede Menge einzigartiger Traditionen, Märkte und Feierlichkeiten. Trotz der hügeligen Landschaft ist die Stadt bequem zu Fuß zu erkunden. Dies gilt insbesondere für das maurische und das alte Judenviertel. Wenn es euer erster Besuch ist, werft einen Blick in unsere Liste mit Aktivitätentipps für ein oder zwei Tage in Granada.

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    Start in den Tag auf der Plaza Campo del Príncipe

    Mit Blick auf die farbenfrohe Straßenkunst des Künstlers El Niño

    Die Plaza del Príncipe ist ein großer Platz im alten jüdischen Viertel von Granada. Hier gibt es für jeden Appetit das Richtige – in den Tapas-Bars, Cafés, Bistros und tablaos, wie die Flamenco-Bars heißen. Die Straßen sind hier relativ flach, ihr kommt also zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut voran. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Festung Casa de los Tiros aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche Iglesia de Santo Domingo und die Kirche Iglesia de San Cecilio.

    Lage: Campo del Príncipe, Realejo, 18009 Granada, Spanien

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    Nicht verpassen: die Alhambra

    Tipp: Macht die dreistündige Führung zur faszinierenden Geschichte des maurischen Palastes mit

    Die Alhambra ist ein gut erhaltener maurischer Palast, dessen faszinierende Geschichte auf die Nasridendynastie zurückgeht. Im gesamten Palastensemble eröffnen sich faszinierende Einblicke in die maurische Vergangenheit Granadas, vor allem im aufwendig dekorierten Comares-Palast und der Empfangshalle, dem Mexuar. Die Gärten des Sommerpalasts, des Generalife, erfreuen das Auge mit wunderschönen Blumen, Brunnen, Wasserbecken und einer Wassertreppe, auf deren ausladenden Stufen das Wasser verspielt dahinströmt. Eintritt ab 9 €, Führungen gegen Aufpreis. 

    Lage: Alhambra, Calle Real de la Alhambra, 18009 Granada, Spanien

    Geöffnet: Täglich 08:30–20:00 Uhr (Öffnungszeiten je nach Jahreszeit verschieden)

    Telefon: +34 (0)958 918 029

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    Klassische Kunst in der Rodríguez-Acosta-Stiftung

    Bei einer einstündigen Führung durch versteckte Innenhöfe und unterirdische Museumsgalerien

    Die Stiftung Rodríguez-Acosta ist ein dem Maler José María Rodríguez-Acosta (19. Jahrhundert) gewidmetes Museum. Gegründet wurde es 1941 in einem großen Art-déco-Gebäude, zu dem ein wunderschöner Garten, Innenhöfe, Teiche und Skulpturen gehören. Ihr könnt die Stiftung Rodríguez-Acosta nur im Rahmen einer Führung besuchen, die etwa 5 € kostet. Dabei seht ihr die vielen Innenhöfe und Terrassen sowie die über 5 Stockwerke verteilten Ausstellungshallen und unterirdischen Galerien. Eine ist der Privatsammlung des Historikers Manuel Gomez-Moreno gewidmet. 

    Lage: Callejón Niño del Royo 8, 18009 Granada, Spanien

    Geöffnet: Täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr

    Telefon: +34 958 227 497

    • Geschichte

    Foto von Maria-photos (CC BY-SA 3.0) bearbeitet

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    Auf Souvenirjagd in der Alcaicería

    Historischer Markt mit Kunsthandwerk und exotischer Mode

    Die Alcaicería verläuft entlang des Fußgängerviertels, das von der Plaza Bib-Rambla bis zur Kathedrale von Granada verläuft. Der ehemalige Seidenmarkt der Stadt ist heute ein offener Handelsplatz mit bunten Läden, in denen meist arabische Textilien, Mode, Kunsthandwerk und Accessoires angeboten werden. Hier findet ihr alternative Mode, Textilien und Lederwaren im Ethno-Stil. In der Luft liegt der Duft von Kräutertees und marokkanischen Gewürzen, vor allem bei den Geschäften unweit der Plaza Bib-Rambla.

    Lage: Alcaicería, Calle Alcaicería 1, 18001 Granada, Spanien

    Geöffnet: Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag 11:00–20:00 Uhr (sonntags geschlossen)

    Telefon: +34 958 229 045

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    Jamón de Trevélez als kleiner Snack zwischendurch

    Auf in die Jardines de Zoraya für spanischen Schinken und Tapas

    Jamón de Trevélez ist eine der vielen Schinkensorten, die ihr in den meisten Tapas-Bars und Marktplätzen Granadas findet. Diese regionale Spezialität stammt aus dem Bergdorf Trevélez, 90 Kilometer südlich von Granada. Zur Herstellung des Jamón de Trevélez wird eine ganze Schweinekeule eingesalzen und über einen Zeitraum von 14 bis 20 Monaten luftgetrocknet. Traditionell isst man dazu gebratene Saubohnen. Wenn ihr dieses Gericht im Restaurant bestellen möchtet, findet ihr es auf der Speisekarte als Habas Fritas con Jamon . Ein guter Tipp, wo ihr in Granada eine prima Auswahl spanischer Weine sowie Schinken- und Käsesorten findet, ist Jardines de Zoraya im Stadtteil Albaicín. 

    Lage: Jardines de Zoraya, Calle Panaderos 32, 18010 Granada, Spanien

    Geöffnet: Montag bis Freitag 11:00–23:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11:00 Uhr bis Mitternacht

    Telefon: +34 958 206 266

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    Nicht verpassen: Kathedrale von Granada

    Spanische Renaissance-Sehenswürdigkeit aus dem 16. Jahrhundert

    Die Kathedrale im Stadtzentrum von Granada geht auf die spanische Renaissance zurück. Sie wurde 1523 erbaut und ist eine der größten Kathedralen der Welt. Besonders schön ist der Hauptaltar mit seiner großen Kuppel, umgeben von hoch aufragenden, barocken Säulen in Weiß und Gold, verziert mit Skulpturen und Gemälden von religiösen Figuren. In der königlichen Kapelle wurden Angehörige des spanischen Königshauses beigesetzt, darunter Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragonien. Auch das Sakristei-Museum befindet sich in der Kapelle. Hier könnt ihr Ausstellungsstücke aus der Bibliothek von Königin Isabella sowie Objekte aus dem Besitz der Königsfamilie und klassische Gemälde besichtigen.

    Lage: Catedral de Granada, Calle Gran Vía de Colón 5, 18001 Granada, Spanien

    Geöffnet: Montag bis Samstag 10:00–18:30 Uhr, sonntags 15:00–18:00 Uhr

    Telefon: +34 958 222 959

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    Im Sommerhaus von Federico García Lorca

    Mit einer Führung durch das geschichtsträchtige Gebäude aus dem 20. Jahrhundert

    Der berühmte Dichter Federico García Lorca verbrachte die Sommer 1,5 Kilometer südwestlich der Plaza del Príncipe in der Huerta de San Vicente. Heute ist das Sommerhaus ein Museum, in dem viele seiner persönlichen Gegenstände, Fotos, Zeichnungen, Handschriften und einige Gemälde von Salvador Dalí ausgestellt sind. Nehmt euch auch Zeit für den Garten, der das Museum umgibt. Die gewundenen Wege und hübschen Blumen sind die perfekte Kulisse, um zu entspannen. Eintritt ca. 3 €, eine 45-minütige Führung durch die Huerta de San Vicente ist inbegriffen.

    Lage: Casa-Museo Federico García Lorca, Virgen Blanca, 18004 Granada, Spanien

    Geöffnet: 1. Juni–15. September: Täglich von 09:00 bis 14:00 Uhr, 16. September–31. Mai: Täglich von 09:30 bis 17:00 Uhr

    Telefon: +34 958 258 466

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    Foto von Spencer Means (CC BY-SA 2.0) bearbeitet

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    Zum Entspannen ins türkische Bad

    Im Hammam Al Andalus ein Dampfbad genießen

    Der Hammam ist ein traditionelles Dampfbad, das nach einem Besichtigungstag in Granada Massagen und Entspannung bietet. Zu den Behandlungen gehört typischerweise das Baden in unterschiedlich temperierten Becken und eine anschließende Ganzkörpermassage mit Aromatherapieölen. Einer der besten Hammams der Stadt ist der Hammam Al Andalus, nur 10 Gehminuten von der Alhambra entfernt. Er befindet sich in einem marokkanischen Badehaus aus dem 13. Jahrhundert. Die 7 Becken sind mit arabischen Mosaiken, Torbögen und Motiven verziert. Wer am Wochenende hinein möchte, sollte rechtzeitig vorher buchen. 

    Lage: Calle Santa Ana 16, 18009 Granada, Spanien

    Geöffnet: Täglich von 09:30 Uhr bis Mitternacht

    Telefon: +34 958 229 978

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    • Luxus
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    Plato alpujarreño probieren

    Im maurischen Viertel schmeckt das traditionelle Gericht besonders gut

    Der Plato alpujarreño stammt aus den Bergdörfern der Alpujarras. Zu diesem Gericht gehören Bratkartoffeln, Zwiebeln, Eier, Schinken, grüne Paprika, Chorizo und die Blutwurst Morcilla. Viele Restaurants und Bars auf dem Albaicín von Granada haben dieses herzhafte Gericht auf der Speisekarte. Am besten sucht ihr euch für das berühmte andalusische Gericht ein Restaurant mit einer Terrasse, von der ihr einen schönen Blick auf die Alhambra habt.

    Lage: Albaicín, Granada, Spanien

    • Essen

    Foto von Boca Dorada (CC BY-SA 2.0) bearbeitet

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    Einen schönen Tag bei einer Flamenco-Show ausklingen lassen

    Zu den Flamencobars am Camino de Sacromonte

    Lust auf eine traditionelle Flamenco-Vorstellung? Dann seid ihr genau richtig in Granada, das eine starke Roma- und Sintibevölkerung hat. An den touristischen Hotspots von Granada gibt es in vielen Bars und Restaurants Flamenco-Shows. Doch den authentischen Flamenco erlebt man – sagen jedenfalls die Einheimischen – am besten in den tablaos genannten Flamencobars in den Höhlen des Stadtteils Sacromonte. Eine zweistündige Vorstellung kostet um die 25 €, hinzu kommen Kosten für Essen und Getränke. In der Nähe gibt es auch noch mehr zu sehen, zum Beispiel Höhlenwohnungen und Wanderwege, auf denen ihr von der Höhe einen schönen Blick über die Alhambra, den Fluss Darro und das Valparaíso-Tal habt.

    Lage: Camino del Sacromonte, 18010 Granada, Spanien

    Geöffnet: Täglich von 20:00 Uhr bis Mitternacht (die Uhrzeiten können sich ändern)

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    • Nachtleben

    Foto von Yair Haklai (CC BY-SA 3.0) bearbeitet

    Penny Wong | Reiseenthusiast

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