10 beliebte Touristenfallen in Madrid

Beliebte Touristenfallen in Madrid und wie man sie vermeidet

    Wer bei seinem Urlaub in Madrid in eine der hier üblichen Touristenfallen tappt, verliert häufig mehr als nur die gute Urlaubslaune. Wer sich nicht auskennt, wird schnell zum Opfer, doch einige Fallen lassen erfolgreich vermeiden, wenn man sich mit Kultur und Gepflogenheiten vor Ort vorher auseinandersetzt.

    Als Grundregel gilt: habt euer Hab und Gut immer im Blick, ganz besonders auf überfüllten Plätzen und in Bussen und Bahnen. Die Trickbetrüger der Stadt haben sich unzählige Wege ausgedacht, um an das Geld argloser Touristen zu gelangen, deshalb empfehlen wir euch unseren Ratgeber mit den beliebtesten Touristenfallen in Madrid und wie ihr sie vermeidet.

    1

    Glück bringender Rosmarinzweig

    Die Betrugsmasche mit dem Glück bringenden Rosmarinzweig wird meist von älteren Zigeunerfrauen in touristischen Gegenden von Madrid angewendet. Dabei überreichen diese Frauen euch einen Rosmarinzweig und beginnen, euch die Zukunft weiszusagen. Anschließend fordern sie eine Bezahlung für ihre „Dienste“, gewöhnlich zwischen 5 € und 20 €. Wenn man sich weigert, machen die Frauen meist einen riesigen Aufstand, bis sie bekommen, was sie wollen.

    Tipp:
    Nehmt nichts von den Frauen an und geht sofort weiter.

    2

    Falsche Polizisten

    Taschendiebe, die sich als Polizisten in Zivil ausgeben, sind manchmal schwierig zu enttarnen, weil sie häufig täuschend echte Dienstausweise zeigen, bevor sie zum Vorzeigen des Personalausweis und der Brieftasche auffordern. Diese Trickbetrüger schlagen meist spät abends zu und suchen sich alkoholisierte Touristen aus. Sie geben an, eure Brieftaschen auf Falschgeld kontrollieren zu müssen. Sie stehlen ein paar Euros, bevor sie die Brieftasche zurückgeben.

    Tipp:
    Bewahrt die Ruhe, wenn ihr von falschen Polizisten angesprochen werdet. Da sie häufig zu zweit auftreten, kann es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen, wenn man sie zur Rede stellt. Bittet einfach darum, den Ausweis noch einmal sehen zu dürfen, und fordert, dass die Kontrolle der Brieftasche auf dem nächsten Polizeirevier durchgeführt wird.

    3

    Taxibetrug

    Taxibetrug findet nicht nur in Madrid, sondern überall auf der Welt statt. Spanische Taxis sind in der Regel vorne mit gut sichtbaren Taxametern ausgestattet. Es gibt Fahrer, die einen (erhöhten) Festpreis fordern, weil angeblich ihr Taxameter kaputt ist. Andere fahren möglicherweise einen Umweg zu euren Ziel, um den Fahrpreis in die Höhe zu treiben.

    Tipp:
    Vergewissert euch, dass das Taxameter eingeschaltet ist, bevor ihr einsteigt. Wenn der Fahrer behauptet, dass es nicht funktioniert, verzichtet höflich und sucht ein anderes Taxi. Ihr könnt zudem beim Hotel nachfragen, wie viel die Taxifahrt ungefähr kostet, um überhöhte Fahrpreise zu vermeiden.

    Foto von Dcarolina.2000 (CC BY-SA 4.0) bearbeitet

    4

    Speisekarten ohne Preisangabe

    Alle Restaurants in Madrid sind gesetzlich dazu verpflichtet, auf ihren Speisekarten Preise anzugeben. Leider versuchen manche, arglose Touristen dazu zu überreden, Tagesgerichte zu bestellen, die ohne Preisangabe auf Tafeln geschrieben sind. Oder sie händigen ins Englische übersetzte Speisekarten ohne Preisangaben aus. Wenn die Rechnung kommt, ist das Gericht häufig viel teurer als erwartet.

    Tipp:
    Wenn die Bedienung ein Tagesgericht empfiehlt, erkundigt euch nach dem Preis, bevor ihr entscheidet. Eine andere Möglichkeit ist, sowohl um die spanischsprachige als auch die englischsprachige Speisekarte zu bitten, um sie auf Preisabweichungen zwischen den beiden Versionen zu prüfen.

    5

    Hütchenspiel

    Bei diesem Spiel, auch Nussschalenspiel genannt, wird eine Erbse oder ein Kügelchen mit 3 identischen „Hütchen“ hin- und hergeschoben. Dann fordert der Hütchenspieler dazu auf zu wetten, unter welchem Hütchen sich die Erbse befindet. Der Trickbetrüger baut in der Regel Vertrauen auf, indem er euch die ersten Male gewinnen lässt, bevor er die Position der Erbse geschickt ändert. Sobald ihr ganz in das Spiel vertieft seid, wird jemand von den Umstehenden euch die Brieftasche entwenden und die Flucht ergreifen.

    Tipp:
    Lasst euch nicht auf das Spiel ein, ihr werdet in jedem Fall verlieren. Meidet Gruppen von Schaulustigen bei diesem Spiel, da es sich häufig um Komplizen des Trickbetrügers handelt.

    Foto von Holger.Ellgaard (CC BY-SA 3.0) bearbeitet

    6

    Falsche Restaurantgutscheine

    Bei der Besichtigung von Madrid werden euch möglicherweise von Fremden verlockende Rabattgutscheine überreicht. Wenn ihr in dem Restaurant esst und beim Bezahlen den Gutschein vorlegt, wird euch gesagt, dass er nicht mehr oder zumindest nicht für eure Bestellung gültig ist. Die Folge ist, dass ihr den vollen Preis zahlt, der oft viel höher ist als in den meisten Restaurants.

    Tipp:
    Nehmt von Fremden nichts an und geht einfach weiter. Wenn ihr den Gutschein doch nehmt und das Restaurant euer Interesse geweckt hat, erkundigt euch vor der Bestellung nach der Gültigkeit des Gutscheins.

    7

    Taschendiebe in der U-Bahn

    Als wenn die Fahrt in einer überfüllten U-Bahn nicht schon unangenehm genug wäre, könntet ihr sogar einem Taschendieb zum Opfer fallen. Taschendiebe bevorzugen die U-Bahnen, die zum Flughafen fahren oder in touristischen Gegenden im Stadtzentrum verkehren (rote, grüne und gelbe Linie), besonders in Stoßzeiten. Es ist meist schwierig, auf seine Sachen Acht zu geben, wenn man zwischen Pendlern eingezwängt ist.

    Tipp:
    Steckt nach Möglichkeit nichts in die Taschen eurer Kleidung und haltet eure Handtasche vor der Brust fest. Wenn ihr keine Handtasche dabei habt, haltet eine Hand auf eurer Hosen- oder Jackentasche, in der sich Wertgegenstände befinden.

    8

    Fingierte Unterschriftensammlung

    Trickbetrüger, die sich als Mitarbeiter einer wohltätigen Organisation ausgeben, stehen meist im Retiro-Park, auf der Plaza Mayor und am Königspalast von Madrid. Meist bitten sie arglose Touristen, für eine Petition zu unterschreiben, die es gar nicht gibt. Manchmal wird auch um eine Spende gebeten. Während ihr durch die Erläuterungen des Unterschriftensammlers abgelenkt seid, durchsucht ein Komplize flink eure Taschen und entwendet Wertgegenstände.

    Tipp:
    Wenn ein Fremder euch um eine Spende bittet, vermeidet den Augenkontakt und geht einfach schnurstracks weiter.

    9

    Betrugsmasche mit einem Fußball

    Eine weitere beliebte Masche, um einen Taschendiebstahl einzufädeln, beinhaltet eine Gruppe von Personen, die scheinbar harmlos herumbolzen. Sie schießen den Ball in Richtung eines potenziellen Opfers und fordern es zum Mitspielen auf. Lasst euch von dieser vermeintlich freundlichen Geste nicht täuschen. Häufig suchen die Spieler nur nach einer Gelegenheit, eure Taschen nach Wertsachen zu durchsuchen.

    Tipp:
    Achtet darauf, dass eure Taschen leer sind, wenn ihr an einem Spiel mit Personenkontakt teilnehmen möchtet. Spielt am besten nur mit Personen, die ihr kennt.

    10

    Der barmherzige Samariter

    Die Betrugsmasche „Barmherziger Samariter“ kann viele Formen annehmen. Oftmals laufen Taschendiebe hinter euch her, um euch etwas zu geben, das ihr angeblich verloren habt. Dabei kann es sich um ein Schmuckstück oder eine Banknote handeln, um eure Aufmerksamkeit zu bekommen. Während ihr der Person erklärt, dass ihr nichts verloren habt, greift ein Komplize in eure Taschen. Eine andere Vorgehensweise, die meist am Königspalast von Madrid angewendet wird, besteht darin, dass ein freundlicher Fremder euch anbietet, ein Foto von euch zu machen. Sobald ihr weit genug entfernt steht, um für das Foto zu posieren, läuft die Person mit eurer Kamera weg.

    Tipp:
    Wenn euch jemand mit einem Bündel Geldscheine oder einem Schmuckstück in der Hand anspricht, entfernt euch so schnell wie möglich. Vertraut eure Kamera oder euer Smartphone niemals einem Fremden an, egal wie sehr ihr euch ein schönes Foto wünscht.

    Penny Wong | Reiseenthusiast

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